Wiederbeschaffungswert

Der Preis, den der Geschädigte für die Beschaffung einer zerstörten Sache für einen gleichwertigen Gegenstand zahlen muss, wird Wiederbeschaffungswert genannt. Im Falle des Autounfalls ist der Wiederbeschaffungswert für die Versicherung von großer Bedeutung, da die Höhe des Schadensersatzanspruchs nach ihm gerichtet wird. Der Wiederbeschaffungswert beinhaltet ebenfalls Finanzierungs- und Anschaffungskosten, bzw. Beschaffungsnebenkosten. Daher ist der Wiederbeschaffungswert um circa 20% höher als der Zeitwert einer Sache. Während bei Gebrauchtwagen vom Wiederbeschaffungswert die Rede ist, wird bei dem neuwertigen Fahrzeug mit der Zulassungsdauer bis 1 Monat und der Fahrleistung von etwa 1000 km über den Neupreis gesprochen.

Wiederbeschaffungswert als einer der Abrechnungsarten

Nach Verkehrsunfällen wird meistens ein Sachverständiger einbezogen und die Kosten werden bei der Versicherung berechnet. Hier stehen der Versicherung und dem Geschädigten diverse Abrechnungsarten, wie Reparaturkostenersatz, fiktive Abrechnung und andere Möglichkeiten zur Verfügung. Dafür werden mithilfe von verschiedenen „Werten“ je nach Ausmaß der Schäden einzelne Erstattungsvarianten angeboten. Wenn die Reparaturkosten zu hoch ausfallen, haben Sie im Falle der Schadenabwicklung den Anspruch auf Ersatz des Wiederbeschaffungswertes abzüglich des Restwertes des Wagens. Allerdings ist dies nicht mit dem wirtschaftlichen Totalschaden eines Wagens zu verwechseln, in dem die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert übersteigen und das Fahrzeug reparaturunwürdig ist. Tatsächlich, alles, was Sie für die Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes brauchen, sind Ihre Kaufbelege; den Rest ermittelt die Versicherung selbst aus ihren Listen.

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